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Klassenfahrt nach Cuxhaven

Vom 16. März bis 18. März waren die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen unserer Grundschule gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Frau Hüsemann, Frau Schröder, Frau Winz und Frau Wegner auf einer Klassenfahrt in Cuxhaven-Duhnen.

Am Mittwoch hieß es für die 54 Kinder Abschied nehmen. Erst wurden die Koffer im Bus verstaut, dann die Kinder und zum Schluss die Lehrerinnen. Alsbald hieß es Winken, was das Zeug hält. Ganz tapfer verabschiedeten sich alle von ihren Eltern und begaben sich auf große Tour.

In Cuxhaven, nach ca. 1 Stunde  Fahrtzeit angekommen, wurden sie für ihr angenehmen Reiseverhalten belohnt. Die Sonne strahlte mit den „Kurzurlaubern“ um die Wette. Gleich nachdem die Zimmer verteilt, die Koffer ausgepackt und die Betten bezogen wurden, ging es an den Strand. Dort konnten die Kinder im Sand toben, erste Erfahrungen mit dem Watt sammeln und sich den Wind um die Ohren fegen lassen. Zum Glück waren alle dick eingepackt, denn trotz Sonnenscheins, war es noch kräftig kalt – auch wenn der Frühling ja bereits direkt vor der Tür stand.

Nach dem Mittagessen hatten die Mädchen und Jungen die Möglichkeit das Gelände zu erkunden. Die meisten jedoch fanden sich in der Tischtennishalle ein, um miteinander ein Match nachdem anderen zu meistern.

Am Nachmittag ging es dann durch Feld und Flur in Wrackmuseum nach Stickenbüttel. Schon allein der Vorplatz vor dem Museum ließ das Herz einiger Abenteurer höher schlagen. In zwei Gruppen aufgeteilt erkundete man das Museum und hörte faszinierende Geschichten von den Menschen und der Bootsfahrt früherer Jahre. Die Kinder lauschten den Worten der beiden Museumsführer und sogen diese regelrecht auf.

Nach fast zwei Stunden im Museum hieß es dann wieder zurück in die Jugendherberge, wo die Kids auch gleich in ihren Zimmern oder in der Tischtennishalle verschwanden, um noch ein klein wenig Zeit für sich zu haben.  

Bald schon gab es Abendbrot und das Abendprogramm für unsere Kinder. Eine kleine Gruppe genoss noch einmal den Spaziergang durch Duhnen auf der Promenade bei Nacht und durch die Hotelanlagen. Man fühlte sich wie im Urlaub, nur fehlten noch die Strandkörbe, um noch mehr Urlaubsfeeling auskommen zu lassen.

Die daheimgebliebenen verbrachten einen geselligen Abend mit vielen Spielen und bei Musik.

Nach einer ruhigen und schnell einbrechenden Nacht, folgte auch schon der neue Tag. Am Donnerstag  besuchte uns das „Blaue Klassenzimmer“ am Vormittag. Günni und Marieke erklärten uns das Watt und seine Besonderheiten. Sie bereiteten uns gut auf den Nachmittag vor. Denn nach dem Mittagessen wollten wir uns mit Gummistiefeln, Regenhose und dicker, windfester Jacke sowie Schal und Mütze, manch einer hatte auch Handschuhe dabei, ins Watt.

Für unsere Wattwanderung wurden wir in drei Gruppen eingeteilt, jeder mit seinem eigenen Begleiter. Wir durften das Watt genauer untersuchen und entdeckten, trotz der kalten Witterung, so manches Kleingetier im Wattboden -  so auch Willi- den Wattwurm. Am meisten waren wir aber von der Sandklaffmuschel mit ihrem Siffon und den pazifischen Austernmuscheln begeistert. Leider konnten wir so manches Exemplar nicht mit nach Hause nehmen. Viel zu schnell verging die Zeit und es hieß für alle wieder zurück zur Jugendherberge.

Nach dem Abendessen war ein Karaokeabend geplant, für den die Kinder sich zurechtmachten. Mit Schlafanzug, Pyjama und Hauspuschen begleitet fanden sich die Kinder im Speisesaal der Jugendherberge ein. Dort hatten Frau Schröder, Frau Hüsemann, Frau Winz gemeinsam mit einem Mitarbeiter des Hauses bereits alles vorbereitet. Schnell holten die Kinder noch ihre Taschenlampen heraus und das Diskofeeling konnte kommen. So mancher Youngstar wurde an diesem Abend geboren und trällerte sein Lied unter Applaus und Zugaberufe in die Nacht. Viel zu schnell verging die Zeit und die Kinder schritten wie Nachtmodemodells an uns vorbei direkt in ihre Zimmer.

Man merkte vielen Kindern an, dass ein langer Tag zu Ende ging, denn kaum im Zimmer und bettfertig, schliefen die ersten alsbald ein.

Auch diese Nacht verlief relativ ruhig, so dass der Freitag auch schnell da war. Bereits vor dem Frühstück hatten viele Kinder bereits ihre Koffer gepackt und sämtliches darin verstaut.

Nach dem Frühstück hieß es dann Zimmer räumen, fegen und alles besenrein zu hinterlassen. Leider gelang dies nur einem sehr geringen Teil der Zimmer, sodass Frau Winz, die in der Jugendherberge verblieb uns hinterräumen musste. Es war auch erstaunlich, was sie auf ihrer Tour durch die Zimmer noch alles zu Tage beförderte. Hatten wir doch alle vorher aufgeräumt und gefegt. Während Frau Winz, mit unseren beiden erkrankten Kindern die Zimmer kontrollierte und noch Ordnung schaffte, gingen  Frau Hüsemann, Frau Schröder und Frau Wegner mit den Kindern zur Dorfmitte von wo aus die Duhnenrallye stattfinden sollte. Die Kinder wurden zuvor in Gruppen ausgeteilt, bekamen ihre Fragezettel und waren von nun an auf sich selbst gestellt. Ca. 1 ½ Stunden hatten die Kinder Zeit Duhnen zu erkunden und ihre Fragen zu beantworten. Bei Eiseskälte gingen sie von Station zu Station und erfuhren so noch ein klein wenig über den Ortsteil Duhnen.  Frau Wegner war am meisten davon fasziniert, dass das Wasser endlich mal den Weg zu ihr fand, wo sie doch sonst immer nur Watt und Ebbe vorfand. Das Wasser hatte es wohl gut mit ihr gemeint und zeigte sich von seiner schönen Seite. Sie konnte von ihrem Standort aus das Wasser herrlich beobachten und erkennen, dass das Wasser auflief –endlich  mal Flut. Nun hatte auch sie etwas zu berichten.

Kaum war unsere Rallye vorbei, war auch schon unser Bus da, der uns zurück nach Hemmoor bringen sollte. Es war eine aufregende und für alle unvergessliche, „duftende“ Rückfahrt nach Hause.

Zu Hause warteten schon unsere Eltern und nahmen uns dort freudestrahlend entgegen. 

Für alle waren es schöne Tage, verbunden mit vielen Erlebnissen und Erinnerungen.