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Kleiner Zirkus – Riesengroß!!!

Jedes Jahr versuchen die Lehrerinnen und Lehrer der Grundschule Basbeck mit ihren Schülerinnen und Schülern Fahrten zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten des Sachunterrichts durchzuführen. Um die sozialen Kontakte der Kinder der Parallelklassen noch zu intensivieren, bemüht sich das Kollegium darum die Fahrten gemeinsam anzutreten.

Zahlreiche außerschulische Lernorte werden so mit den Schülerinnen und Schülern der Basbecker Schule besucht und erkundet.

 

Durch die gemeinschaftliche Initiative des Schulleiters Herrn Schlegel, des Kollegiums und der Elternvertreter der Grundschule Basbeck konnte der Mitmachzirkus „Rasch“ für die diesjährige Projektwoche gewonnen werden. Die Schülerinnen und Schüler lernten im Rahmen ihrer Projektwoche  vom 07. - 11. März 2005 was es heißt mit und im „Zirkus“ zu arbeiten und zu leben.  

Den ersten Einblick ins „Zirkusleben“ erhielten die 3. und 4. Klassen gleich am Montag  mit dem Aufbau der Sitzplätze, Tribünen und der Zirkusmanege, bei eisigen Temperaturen um – 12 Grad Celsius. Das Verteilen der selbst gestalteten Plakate, bei den Hemmoorer Geschäftsleuten, übernahmen die Erst- und Zweitklässer.

Aufregung und Spannung machten über den Schulvormittag über breit, als es darum ging die Rollen für den abendlichen Auftritt zu verteilen.  Welche Rollen werden verteilt, erhält jeder die erhoffte Rolle, und schaffe ich das überhaupt, das waren die aktuellen Fragen der jungen Artisten, denn viel Zeit zum Üben blieb nicht. Mit viel Geschick und Einfühlungsvermögen verstand es die Familie Rasch, schnell alle Talente zu entdecken und wirklich jedes Kind in das Programm einzubinden. Jeweils eine Klasse pro Jahrgang wurden so für die Vorstellung am Abend vorbereitet.  Die Zeit zum Proben verging wie im Fluge, doch der Nachmittag bis zum Auftritt wollte nicht vergehen. Gegen 17:00 Uhr trafen sich alle Artisten in der Schule um sich zu schminken und letzte Vorbereitungen zu treffen.  Um 18:00 Uhr sollte endlich der Vorgang aufgehen. Das gut beheizte Zelt war von nun an jeden Abend voll besetzt, wer von den Eltern, Geschwistern oder Verwandten zu spät kam musste schon einen Platz suchen.

 

Dann standen die „Stars des Abends“ am Hintereingang des Zirkuszeltes. Nun gab es auch kein Zurück mehr. 
Das Licht ging an, Musik ertönte – ein Tusch, der Zirkusdirektor Ingo Rasch erschien in der Manege. Er begrüßte das anwesende Publikum herzlich und wünschte allen einen gelungenen Abend. Hinter der Bühne hatten sich bereits die ersten Artisten versammelt. Und von jetzt an ging es Schlag auf Schlag, Turnergruppe, baute Pyramiden, die Reitergruppe zeigte ihr Können mit „zirkusreifen Darbietungen“ im voltigieren, die Clowns putzten und brachten die ganze Manege durcheinander, auf dem Drahtseil kamen unerkannte Talente zum Vorschein und auch die Ziegendomteure ließen sich nicht die Zügel aus der Hand nehmen. Der Ziegenbock Oskar und seine Ziegenfrauen verlangten einiges von den Dompteuren. Welch ein Trubel, die Stimmung im 400 Mann großen Zelt war weit hinaus über den Spotplatz zu hören.
Nach der wohlverdienten Pause ging es im gleichen Tempo weiter. Die nächsten Artisten hatten ihren Auftritt, von Zauberern mit der Zauberkiste , über die Musikerclowns, die unheimlichen Krach machten, hin zu den Tuch-  und Balljongleuren, die Tellerdreher nahmen es schon fast mit den Profis auf und der stärksten Schüler der Schule, „Samson“, war in der Lage 500 kg (nach Angaben des Zirkusdirektors) zu heben.
Immer wieder tosender Applaus, der die Darbietungen der „Stars in der Manege“ würdigte. Aber auch das Zirkusteam um Zirkusdirektor Ingo Rasch sorgte für Staunen und glänzende Augen im Publikum und bei den Artisten des Abends,  z.B. die Showeinlage des Feuerschluckers, um nur eines davon zu benennen. Man merkte nicht, dass fast eineinhalb Stunden bereits vergangen waren. Alle Stars bekamen im Schlussauftritt noch einmal einen tosenden Beifall und Zurufe, ein jeder für sich konnte merken, dass seine Leistung anerkannt und gewürdigt wurde. Mit einem erleichterten Lächeln und einem Winken verließen unsere Stars des Abends die Manege.
Am Freitag sollte die letzte Vorstellung, die Galavorstellung, stattfinden. Dafür hatte man die umliegenden Kindergärten und die Grundschulen der Samtgemeinde eingeladen.  Die Galavorstellung war der letzte Höhepunkt, den die Schüler und Schülerinnen der Grundschule Basbeck gemeinsam erleben sollten. Zusammengewürfelt aus den verschiedenen Abendprogrammen der Woche gingen die Artisten an ihre Auftritte. In einem total ausverkauften und prall gefüllten Zelt,  zeigten alle noch einmal, was sie in der Woche geübt und geprobt hatten, was in ihnen steckte. Keiner von ihnen ließ sich von dem tosenden und aufbrausenden Sturm vor dem Zelt und dem auf das Zeltdach niederprasselnden Regen beirren.  Jeder vollführte seine Kunststücke so, als hätte er nie etwas anderen in dieser Woche getan. Ein ums andere Mal wuchsen unsere Artisten auch dieses Mal wieder über sich hinaus. Zum Abschluss der Galavorstellung bekamen auch jetzt wieder alle großen und tosenden Beifall.

Das Zirkusleben endet aber nicht mit der letzten Vorstellung. Nun hieß es nämlich für das Abbauteam (Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse) alles abbauen und in den richtigen Zirkuswagen verstauen. Dies war gar keine so einfache Aufgabe für unser Team, denn das Wetter änderte sich nicht. Im Gegenteil, es wurde nur noch schlimmer. Mit nassen Jacken und zeitweise durchnässten Schuhen kam das Abbauteam nach ca. einer Stunde in die warmen Klassenzimmer zurück.  

In dieser Woche wuchsen die Schüler über ihr können weit hinaus. Einmal Star in der Manege, das mobilisierte ungeahnte Fähigkeiten. Eine Pyramide über 3 Etagen, im Sportunterricht kaum vorstellbar, hier kein Problem. Disziplin und Rücksichtnahme auf dem Schulhof manchmal ein Fremdwort war hier selbstverständlich, weil keiner seinen Auftritt allein schaffen konnte. Für die Kinder wird diese Woche sicher ein bleibendes Erlebnis für die ganze Schulzeit sein. Auch wenn alle am Ende der Woche müde und kaputt waren, so etwas mitgemacht zu haben war jede Anstrengung wert. Die Projektwoche verlangte vieles von den Schülerinnen und Schülern der Grundschule Basbeck ab. Dennoch hörte man an den  nächsten Tagen  immer von den Erlebnissen der Schülerinnen und Schülern, von Erlebnisse, die sie wohl nie vergessen werden. Man war man sich schnell einig, es war eine tolle Aktion. 

Ein Danke geht an alle, die in dieser Woche mitgeholfen und diese Woche mitorganisiert haben und jederzeit zum Helfen zur Verfügung standen. Ein großes Dankeschön aber auch an den Zirkus „Rasch“ und dem Zirkusteam.